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Briefzentrum Waiblingen

 

Bericht über die Führung durch das Briefzentrum Waiblingen am 14. April 2009

Was passiert mit meinem Brief, wenn ich ihn in einen Briefkasten werfe?

Diese Frage wurde uns bei einer Führung durch das Briefzentrum Waiblingen am 14. April ausführlich beantwortet. Sie begann in der großen Werkshalle des Postgebäudes mit Briefen aller Arten, die völlig durcheinander in einer Kiste lagen. Ein Roboter entlud den Wagen, auf dem sich auch unsere Kiste befand, auf ein Fließband. Dort wurden die Kisten ausgeleert und von Hand nach großen und kleinen Briefen vorsortiert.

Je nach Typ - normaler, großer oder Maxibrief - kamen die Briefe dann in die entsprechende Maschine, wo sie in die gleiche Richtung gedreht (mit der Briefmarke nach vorne), abgestempelt und nach Ziel sortiert wurden. Die Briefe mit ausländischem Ziel kommen dabei nach Frankfurt, egal in welches Land sie später sollen. Bei den Standardbriefen wurde die Anschrift sogar maschinell gelesen und in einen orangenen Strichcode übersetzt, den man oft unten auf Briefen oder Karten finden kann. Alle Briefe, die die Maschine nicht bearbeiten kann, weil zum Beispiel die Briefmarke an der falschen Ecke klebt oder die Anschrift schlecht lesbar ist, werden aussortiert und von Hand bearbeitet.

Nach dieser Prozedur fahren die Briefe dann schön geordnet und abgestempelt in Kisten über Fließbänder zur Verladestation. Dort werden die Kisten wieder auf Wagen gestapelt und diese, wenn genug beisammen sind, auf einen Lastwagen geschoben. Der bringt sie dann in andere Briefzentren, wo sie an ihre Empfänger verteilt werden.

Am späten Abend und nachts ist im Briefzentrum Waiblingen immer am meisten los. Denn dann kommen nicht nur die Briefe aus den Nachmittagsleerungen der Briefkästen an, sondern auch die abgestempelten Briefe aus anderen Briefzentren, die nach Postleitzahl sortiert und zugestellt werden müssen.

von Marion Zepf (17)

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