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Kapitel 1: Das Kettchen!

Es gibt nichts, was ich mehr hasse, als einen Regentag, dachte Dennis, während er lustlos in seiner Gemüsesuppe rührte. Obwohl dass Dennis Stimmung nicht sonderlich besserte. "Jetzt iss doch endlich was!" ermahnte ihn seine Mutter ärgerlich. "Ja, ja." murmelte Dennis unhörbar. An Regentagen klappt so gut wie gar nichts. Und das war für einen Regentag schon sehr viel.

Im übrigen ärgerte sich Dennis sehr viel weniger über Regentage, als über Markus, einen leicht erregbaren Jungen, der zwei Köpfe größer als Dennis war. Markus ärgerte jeden der ihm über den Weg lief und unglücklicherweise war dies, meistens Dennis.

"Ähem," Mutter räusperte sich, "wann gedenkt der junge Herr zu essen?" "So spät wie möglich," brummelte Dennis. "Gut," sagte Mutter langsam, "dann kannst du ja schnell zum Supermarkt laufen und ein paar Einkäufe für mich erledigen." Dennis stöhnte. So was passiert einem nur an Regentagen.

Als er später mit Einkaufstüten bepackt die Strasse herunter stolperte glitzerte am Wegrand etwas auf. Dennis stellte unter Mühen die schweren Taschen ab und hob das Glitzerding auf. Er wischte mit seinem Daumen den Schmutz ab und nun sah er, das dass was ihn angelockt hatte, ein kleines Kettchen war. Er steckte es in die Hosentasche und setzte seinen beschwerlichen Weg fort.

Zuhause kramte Dennis das Kettchen aus seiner Hosentasche. Er hatte abgewartet bis seine Mutter weg war, damit sie keine unnötigen Fragen stellte.

Dennis wusch das Kettchen unter dem Wasserhahn. Langsam stellte sich heraus, dass das Kettchen einen kleinen Anhänger hatte, der eine Echse oder etwas ähnliches darstellte. Dennis trat vor den Spiegel, und drehte das Kettchen in seiner Hand. Er bemerkte erst jetzt, das auf der Rückseite des Anhängers seltsame Buchstaben standen:

D - A - T

Vielleicht ist das ja die Adresse dessen, der das Kettchen verloren hat. Er oder sie würde es sicherlich sehr vermissen. Aber darum mache ich mir später Sorgen.

Ich glaube es ist sehr wertvoll, ich werde also vorsichtig sein. Aber jetzt werde ich das Kettchen erst einmal anprobieren. Wird mir sicherlich gut stehen. Dennis hängte es sich um, öffnete Verschluss und schloss ihn. Auf einmal hatte er das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren und er fiel in einen Wirbel leuchtender Farben, fiel und fiel unaufhörlich dem Unbekannten entgegen.

 

 © by Anouk (10 Jahre)

mit freundlicher Genehmigung des Autors!

Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!

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