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Kapitel 2: Draco mit einem dumpfen Schlag landete Dennis auf dem Waldboden. Er war total verwirrt. Dennis sammelte seine Gedanken, konnte aber keine vernünftige Erklärung dafür finden, was ihm gerade widerfahren war. Schließlich entschied er sich dafür erst mal die Gegend auszukundschaften. Er bemerkte bald, dass er sich in einer Art Tal befand. Das Tal war üppig bewachsen, mit vielen verschiedenen Arten von Pflanzen. Dennis kletterte über Felsen und Wurzeln und kam bald zu einer weit ausgestreckten Graslandschaft, in der sich, Dennis glaubte seinen Augen nicht, Drachen tummelten. Große, kleine, magere und dicke, feuerrote und olivgrüne. Dennis duckte sich, doch zu spät. Einer der Drachen, ein kleiner dicker, hatte sich bereits umgedreht und stampfte auf ihn zu. Dennis blieb beinahe das Herz stehen. Doch der Drache war nicht weiter an ihm interessiert. Auf einmal jedoch sah Dennis in den gelben Echsenaugen des Drachen das helle Entsetzen. Dennis sah auch was ihn so erschreckte. Über Dennis zogen dunkle Gewitterwolken auf. Er wunderte sich nicht im geringsten darüber, das die Drachen wegliefen. Am liebsten hätte er es auch getan, doch er konnte kein Glied rühren. Der dichte Nebel und die giftigen Dämpfe die sich um ihn legten, lähmten ihn. Neben ihm zuckten helle Blitze auf und der Himmel hatte sich längst schon in Nacht verwandelt. Die Landschaft erinnerte nicht mehr im geringsten daran welch stolzes Tal sie gerade noch gewesen war. Dennis hatte sich schon fast aufgegeben, als am pechschwarzen Himmel ein Wesen ähnlich einer Fledermaus erschien. Lautlos wie die Nacht glitt es herunter und nun erkannte Dennis dass es sich um einen Drachen mit schimmernden Schuppen, gewaltigen Flügeln und blutroten Augen voll Hoffnung und Mut handelte. Der Drache landete und Dennis bekam Angst. Was würde der Drache als nächstes tun? Warum war er überhaupt hergekommen? War ihm eine Beute dieses Risiko wert? Fragen über Fragen, die sich in diesem Augenblick anscheinend von selbst beantworteten. Der Drache machte nicht die geringsten Anstalten Dennis auch nur ein Haar zu krümmen. Viel mehr, er sprach sogar zu ihm. "Keine Angst, ich tu´ Dir nichts. Aber wie konntest Du auch nur so bescheuert sein, im schwarzen Nebel zu bleiben? Noch ein bisschen länger und Du hättest tot sein können!" Er schien nicht auf Antwort zu warten und das war Dennis auch recht. Er musste sich erst von dem Schrecken erholen, den ihm der Drache eingejagt hatte. Der Drache versuchte nun ihn Hochzuhieven, was mit seinen Klauen sehr schmerzhaft war. Die Krallen schnitten tief in Dennis`Rücken. Dennis stöhnte, er schrie fast. "Oh, entschuldige bitte, ich vergaß, wie verletzlich ihr Menschen doch seid. Ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Ich heiße Draco!" sagte Draco. Dennis klappte schwerfällig den Mund auf, brachte jedoch nichts heraus, da der Nebel ihm immer noch zusetzte. Der größte Teil war merkwürdiger- und wunderbarerweise seit dem Erscheinen Draco`s verschwunden oder hatte sich wie erschreckte Würmer zurückgezogen. Dennis nahm Draco nur noch verschwommen wahr. Ihm klappten langsam die Lider zu, ganz im Gegensatz zu Draco. Er schien hellwach zu sein und überhaupt zeigte der Nebel bei ihm keine Wirkung. Das letzte was Dennis wahrnahm war das Draco ihn auf seinen Rücken lud und davon flog. Dann wurde er ohnmächtig.
© by Anouk (10 Jahre) mit freundlicher Genehmigung des Autors! Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor! |