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Kapitel 3: Herrscher und Zauberer

"Oh, so ein Mist!" rief der "Herrscher", als er vom Orakel aufsah. "Immer funkt mir dieser Draco dazwischen. Ich werde schon noch Herrscher über die magische Welt, aber ich muss aufpassen, sonst wird er mich noch besiegen, wenn das so weiter geht. Oh, so ein Mist!"

Ofraam, seine Fledermaus, taumelte erschreckt zurück, wegen dieser Lautstärke. "Ich möchte sie erinnern, dass ohne den Feuerdrachen überhaupt nichts läuft. Und da ihr wisst, dass der Wahrer des Feuerdrachen unbekannt ist, haben sie, oh großer Herrscher erst einmal keine Chance", quiekte Ofraam.

Der "Herrscher" versuchte schon seit Urzeiten den magischen Teil der Welt zu erobern. Doch dafür brauchte er den Feuerdrachen, dessen Form unbekannt war. Der Feuerdrache hielt die magische und die reale Welt im Gleichgewicht. Außerdem eröffnete er das Tor zwischen den Welten. Das war für den Herrscher von äußerster Wichtigkeit, da er beide Welten erobern wollte. Zudem war er ein Schlüssel für die magischen Worte, die , wenn sie vor dem Feuerdrachen ausgesprochen wurden, bewirkten, dass das Tor sich öffnete und vollkommene Harmonie und Glück zwischen den Welten herrschte.

Derweil kam Dennis wieder zu sich und setzte sich aufrecht auf Draco's Rücken. Der Drache bemerkte das Dennis wieder bei sich war und sprach zu ihm, "weißt du, unsere Welt wird von einem bösen, alten Zauberer heimgesucht. Um uns jedoch endgültig zu erledigen braucht er den Feuerdrachen. Der Feuerdrachen ist aber wer-weiß-wo." Dennis schaute Draco abschätzend an. "Ihr lasst euch also von einem Opa im Faschingskostüm unterkriegen?"

"Jetzt hör mal gut zu, mein lieber Freund," sagte Draco ernst, "dieser Zauberer ist gewiss nicht so ein alter Greis wie Du vielleicht denkst. Er gefährdet unsere ganze Welt. Darüber macht man keine Witze!"

Den Rest ihrer Reise verbrachten sie recht schweigend bis Draco rief:" Siehst du dort hinten dieses Gebirgsmassiv? Dass sind die Zwergenberge!" "Hat das was mit Schneewittchen zu tun?" fragte Dennis.

"Bitte was?" fragte Draco leicht verwirrt.

"Nichts, Nichts!"

Als sie die Zwergenberge hinter sich ließen, sah Dennis unter sich weite graue Landstriche und Dennis wusste auf einmal, das dies die Teile waren die schon vom Nebel beherrscht wurden.

Mit einem Mal stürzte Draco, fing sich jedoch wieder ab. Er atmete schwer. "Was ist los mit dir? Bist du müde? Sollen wir landen?" sagte Dennis ängstlich. In diesem Moment tauchte in der Ferne eine Burg von gewaltiger und beängstigender Größe auf. Plötzlich geschah etwas seltsames. Draco schwankte heftig mit dem Kopf hin und her, als würde er einen Feind abwehren. Gleich darauf stießen Feuerzungen aus seinen Nüstern. Dann hörte es so plötzlich auf, wie es angefangen hatte. Draco schnaufte erschöpft und hielt sich nur mit Mühe und Not in der Luft. Dennis zitterte.

"Was war das?" sagte Dennis leise. Er flüsterte fast.

Draco schwieg.

Er landete in einer der zerstörten Landschaften, Diese war wohl früher einmal ein prächtiger Wald gewesen. Nun sah Dennis auch Draco's Schnittwunden, die über seinen ganzen Körper verteilt waren. Dennis wusste, dass sie wahrscheinlich die Nacht über hier bleiben mussten. Er machte sich Sorgen, ob Draco wohl schnell wieder gesund würde. Draco schnaufte jedoch erschöpft:

"Es... es... war... d. der... Z. Zauberer."

Dann brach er zusammen.

 

 © by Anouk (10 Jahre)

mit freundlicher Genehmigung des Autors!

Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!

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