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Kapitel 5: Traum? Dennis wanderte durch ein altes Gemäuer. Irgendetwas sagte ihm, dass dies das Schloss des Zauberers war. Er lief durch einen langen Flur, bis er zu einer halbgeöffneten Tür kam. Etwas zwang ihn hinein zu sehen. Der Zauberer stand in einem prächtigen Saal, über etwas gebeugt, was Dennis nicht sehen konnte, da der Zauberer mit dem Rücken zu ihm stand. Jedenfalls war ein Glimmen unter dem langen Umhang des Magiers zu sehen, der ganz und gar anders aussah als Dennis ihn sich vorgestellt hatte. Der Magier murmelte Worte die Dennis nur sehr schwer entziffern konnte: "Oh, endlich habe ich wonach ich so lange gesucht habe, endlich ist der Feuerdrache mein. Dennis schluckte bei den letzten Worten, allerdings wohl etwas zu geräuschvoll. Denn der Zauberer drehte sich um und sah Dennis genau in die Augen. Er hatte das Kettchen mit dem Anhänger in den Händen. Doch da verschwamm das Bild auch schon wieder und stattdessen tauchte ein neues auf. Dennis sah Draco, er wusste dass er es war. Er hatte wie immer den Umriss einer Fledermaus. Doch diese war nicht schillernd wie sonst, sondern grau und trüb. Als der Drache runter kam, bemerkte Dennis zuvor nichts. Erst als er schon sehr nah war, sah Dennis nicht Draco, sondern ein Monster von Drache. Der Speichel lief von dem Maul mit den dolchartigen Zähnen. Er hatte Ringe unter den Augen, als hätte er eine Woche lang kein Bett mehr gesehen. die Flügel waren zerfetzt, die sonst so schillernde Haut zerkratzt und seine Augen waren tot. Er war blind. Doch seine Nase funktionierte noch. Und längst schon hatte er Dennis gewittert. Doch bevor er angreifen konnte verschwamm das Bild nochmals. Nun wurde Dennis langsam und allmählich klar: Dies war ein Traum! Nichts anderes als ein stinknormaler Alptraum. Stinknormal? Warum war dann alles so wirklich? Es wurde ihm schwarz vor Augen und Dennis viel in einen unsanften traumlosen Schlaf. "Dennis, Dennis! Hallo! Guuuteen Mooorgen!" brummte jemand. Die Stimme kam ihm unglaublich bekannt vor. Jemand schüttelte ihn. Träge öffnete Dennis seine Augen. Er sah das verschwommene Gesicht Draco's über sich. Er rieb sich die Augen und nun wurde der Umriss des Drachen klarer. Jemand hatte ihn mit einer verfilzten Decke zugedeckt. Nun kam er endlich wieder zu Wort: "Wie bist du hier zu mir gekommen? Ich, ich ... Mich hat doch der Schnee begraben." "Ach ja, als ich da war, war kein Flöckchen Schnee zu sehen. Du lagst nur da. Und da dachte ich, nehme ihn doch mal mit!" sagte Draco mit einem Ton, als ob dies selbstverständlich wäre. "Und was wäre wenn ich tot gewesen wäre?" fragte Dennis unzufrieden. "Ach komm, hör auf, ich muss dir eh noch ein paar Sachen erzählen... raunte Draco unsicher. "Raus mit der Sprache!" "Ähem, also gut. Hör zu. Meine Eltern, so heißt es, hätten einst... " weiter kam er nicht. Schreie unterbrachen ihn. Schwarzer Nebel kroch durch die Bäume. Draco und Dennis warfen sich alarmierende Blicke zu. Der Zauberer kam, er wollte sie. Dennis dachte: Er will sicher mich, ich bin der einzige der den Weg von der einen zur anderen Welt kennt. Draco wird mich sicherlich im Stich lassen. Drachen ist nie zu trauen! Außerdem, ich bin doch für ihn nur ein Mensch! Besser, ich gehe beim Magier in die Lehre. Er kann ja nicht schrecklicher und bösartiger als der Drache sein. Wie sehr er sich doch täuschte. © by Anouk (10 Jahre) mit freundlicher Genehmigung des Autors! Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!
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