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Kapitel 6: Ausbildung

Dennis ging beim Magier in die Lehre. Dieser war zufrieden ,da Dennis nicht wusste was ihn dort erwarten würde. Dennis schmerzte jeden Abend und jeden Morgen der Kopf, er wagte jedoch nie etwas zu sagen. Er konnte ja nicht wissen dass er nicht freiwillig handelte. Der Magier hatte ihn mit einem Zauberspruch belegt, der ihn dazu zwang, dem Drachen gegenüber feindselig zu sein. Der Zauberspruch hatte inzwischen schon nachgelassen. Aber das änderte auch nichts an Dennis´ Knechtschaft. Er lebte im Schloss des Magiers und war sein Sklave. Dennis wienerte den Fußboden, staubte die Bücher in der Bibliothek ab und erledigte was sonst noch an Arbeit aufkam, wobei er immer den eiskalten Atem des Zauberers im Nacken spürte. Eines Tages änderte sich alles jedoch schlagartig. Zufällig lauschte er einem Gespräch zwischen Ofraam und dem Zauberer. Er interessierte sich nicht besonders für sie, viel mehr war er mit dem verkorken und abstauben der Zaubertrankfläschchen beschäftigt. Bis ein Name fiel, der in ihm Erinnerungen weckte. "Wie ich euch schon sagte, nicht dass ich eure Entscheidung bezweifle, oh nein, dies würde ich nie wagen... " "Ach Ofraam," das war die Stimme des Magiers, oder des "Herrschers", wie er sich manchmal nannte, "was weißt du schon davon. Du bist nicht mehr und nicht weniger als eine normale Fledermaus..."0fraam räusperte sich entrüstet. "Ich habe ihn in meiner Hand! Draco ist mein Gefangener... " Dennis ließ die Flasche mit dem Zaubertrank fallen. Wütend drehte der Magier sich um und ging mit wehendem Umhang und schnellen Schritten auf Dennis zu. Dieser hatte inzwischen von den Dämpfen in der kalten Luft des Schlosses einen Schluckauf bekommen. Mit einer schnellen Bewegung der Hand des Magiers erholte sich Dennis jedoch wieder. Der Zauberer kochte vor Wut. "Ja kannst du denn nicht einmal was richtig machen? Musst du denn immer dieser Tölpel bleiben?" kreischte er. Seine Stimme hallte von den Wänden der Burg wieder und klang gleich zehn mal so laut. Dennis schrumpfte unter den Füßen des Magiers zu einem kleinen Häufchen zusammen. Schuldbewusst schaute er den Zauberer von unten an und dachte dabei: Pah, der, dabei mache ich so gut wie nie etwas falsch. Außerdem bin ich kein Tölpel sondern ein Genie! Oder wenigstens so etwas ähnliches ... Dennis musste mit Draco reden, soviel war klar. Er musste verhindern dass der Magier irgendwie, irgendwo, oder mit irgendwas Draco schaden konnte. Und er musste für sie beide einen Fluchtplan entwickeln, damit sie schleunigst von dieser Burg wegkamen. Neuerdings bespitzelte Dennis den Magier wenn er sich mit egal welcher Art von Magie beschäftigte. Er las aufmerksam die Etiketten der Zaubertrankflaschen und studierte die Bücher anstatt sie abzustauben. Er hatte sich vorgenommen abzuwarten, bis der Magier müde wurde und sich schlafen legte. Dann würde er versuchen das Verlies von Draco zu finden. Ein guter Plan allerdings gab es zwei Probleme: Erstens legte sich der Zauberer so gut wie nie schlafen und zweitens, wie sollte er Ofraam abhängen? Aussichtslos? Wir werden sehen.

 © by Anouk (10 Jahre)

mit freundlicher Genehmigung des Autors!

Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!

 

 

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