Kapitel 7: Alte Freundschaft?
Dennis
konnte sein Glück kaum fassen. Schon nach wenigen Tagen bot sich eine der
besten Gelegenheiten die sich Dennis je wünschen konnte. Der Magier musste
weg, wohin wusste Dennis nicht. Ihm reichte ja eh nur zu wissen dass der
Zauberer außer Haus war. Als der Meister endlich weg war, vergeudete
Dennis keine Sekunde seiner wertvollen Zeit. Er machte sich auf den Weg zu
Draco's Verlies. Dessen Standpunkt hatte er erst vor kurzem heraus
bekommen. Er lief geschwind die rutschigen Treppen herunter, wobei er mehr
als einmal ausrutschte. Er hörte das tropfen der kleinen Wassertröpfchen
die von der Decke platschten. Plitsch, platsch. Plitsch, pla... Halt war
da nicht etwas? War da nicht ein Stöhnen zu hören, dass sich durch die
dicken Mauern zu Dennis Ohren gekämpft hatte? Er folgte den Tönen und
stand bald vor Draco's Gefängnis. Dennis rief erschrocken: "Draco, Draco!
Wie geht's dir?" "Oh, du! Wie kannst du es nur noch wagen, mir unter die
Augen zu treten rief er. "Aber Draco! Ich bin's doch, Dennis!" sagte
Dennis verwirrt. "Oh du... Aber gut ich erzähle dir alles, also gut! Hör
zu. Als du zum Magier übergegangen bist konnte ich noch rechtzeitig
fliehen. Aber dann als ich gerade auf Einhorn‑Jagd war, da..."Du
isst Einhörner?" fragte Dennis entsetzt. "Klar, logo. Oder glaubst du,
dass ich zur Pommesbude renn' und mir eine Knackwurst kaufe?" "Willst du
mich für dumm verkaufen? Aber ... woher weißt du eigentlich dass es bei
uns solche Sachen wie Pommesbuden gibt?" "Ähem ... Egal. Er schnappte mich
also als ich gerade auf Jagd war. Außerdem sagte er, dass er das mit
deiner Unterstützung getan hätte!" schrie Draco. Plötzlich sah Dennis dass
über Draco's linkem Auge ein hellblauer Punkt funkelte. Draco bebte und
Dennis hatte das Gefühl das gleich das Dach über ihnen zusammenstürzen
würde. Dennis wich vom Gitter zurück. Sofort jedoch und ohne jede
Vorwarnung schlug eine Feuerkugel, von Draco geschickt, knapp vor Dennis
Füßen ein. Im Wasser erlosch sie jedoch bald, doch das bekam Dennis schon
gar nicht mehr mit. Er flitze von Angst gepackt durch alle Stockwerke, bis
er schließlich in der Bibliothek zur Ruhe kam. Es zitterten ihm alle
Glieder. Erschöpft sah er aus dem Fenster. Eine Falken ähnliche Kreatur
umkreiste das Schloss. Plötzlich hörte er eine Wohlbekannte Stimme hinter
sich. "Nah, nichts anderes zu tun als aus dem Fenster zusehen und Däumchen
zu drehen. Das muss sich aber schnell ändern. Der Magier war wieder da.
Auch das noch. Während er den Boden putzte, dachte er wehmütig an seine
und Draco's Freundschaft. Alles hatte sich aufgelöst. Das Vertrauen, die
Freundschaft und der Respekt. Und der Verantwortungsvolle stand gerade vor
ihm. Der Zauberer. Er hatte keine Aussicht auf Freiheit. Und selbst wenn
er sie hätte, was sollte er mit ihr, der Freiheit, anfangen? Das Leben
schien seinen Sinn verloren zu haben. Vor ein paar Stunden noch hatte er
voll Zuversicht und Hoffnung gelebt. Aber jetzt!? ...
© by Anouk (10 Jahre)
mit freundlicher Genehmigung des Autors!
Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!