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8.Kapitel: Flucht

Dennis kauerte in der Höhle. Seine Flucht war gelungen. Er war nun nicht mehr der Sklave des Meisters. Und alles war so gekommen: In einem Unbeobachtetem Moment, hatte Dennis die Bürste hingeworfen und war Richtung Ausgang geflohen. Der Zauberer lief schnurstracks zu ihm. Dennis stolperte hastig ein paar Schritte zurück. Doch zu spät. Der Meister hatte schon einen Fluch zu ihm geschickt. Dieser prallte jedoch am Spiegel ab und raste mit doppelter Geschwindigkeit auf Dennis zu. Er wich rechtzeitig aus, doch der Fluch hatte ihn gestreift. Blind vor Schmerz stolperte Dennis zurück. Doch er hatte die Treppenstufen übersehen und dann war er irgendwie draußen. Draußen aus dem Schloss des  des Magiers oder was er sonst noch war. Dann ist er in diese Höhle gekommen. Und das war es dann auch schon. Während Dennis so nachdachte, schlich sich ein fremder Gedanke in seinen Kopf ein. Dennis wollte hin vertreiben, doch er kehrte immer wieder zurück. Er höhnte schelmisch:" Was hattest du da nur für einen Freund! Warum trauerst du ihm nach? Er ist doch ein Drache!" Dennis rief wütend aus: " Na und?" Dabei stand er auf, bereute es jedoch gleich wieder, da sein Schädel hart gegen die Höhlendecke krachte. Erst der Fluch dann auch noch die Höhlendecke! Heute ist mir wohl keiner gut gesonnen dachte er belustigt. Dennis senkte vor Schmerz seinen Kopf. Nun bemerkte er, dass der Höhlenboden, mit vielen kleinen Pfützen übersät war. In einer dieser Pfützen spiegelte sich der Höhleneingang. Und noch etwas. Ein Mädchen! So ungefähr in seinem Alter. Es schien gemerkt zu haben, dass er sie entdeckt hatte. Dennis wollte rufen: "He, warte!" Aber da ritt es schon auf seinem weiß leuchtendem Pferd davon. Dennis seufzte. Aber da griffen schon zwei starke Hände nach ihm, es wurden ihm die Augen verbunden und er wurde gefesselt. Er hatte einen sehr seltsamen Traum. Er saß in der Schule. Alles war so wie immer. Dennis saß in der dritten Reihe. Vor ihm schaukelte Sebastian unruhig auf seinem Stuhl herum. Die Tür ging auf und herein spazierte Markus, gefolgt von jemandem, dem Dennis in diesem Traum am liebsten zuletzt begegnet wäre. Der Zauberer. Bevor Dennis auch nur mit der Wimper hätte zucken können, ritt er schon wieder auf dem weißlich leuchtendem Pferd. Es hatte allerdings keine Pferdestirn, sondern den Kopf des Mädchens. Doch dann warf es ihn schon auf eine Treppenstufe. Es ging immer gerade aus, doch die Umgebung blieb immer die selbe. Das Tuch mit dem ihm seine Augen zugebunden waren, wurde ihm abgenommen. Er öffnete die Augen. Das Sonnenlicht blendete ihn. Als er sich daran gewöhnt hatte, sah er sich um. Neben ihm lag ein glitzerndes Horn und vor ihm saß das Mädchen, das ihm schon in der Höhle begegnet war. Es hatte sich einen riesigen Zahn um den Hals gehängt und in ihre schwarzen Haare waren weiße Bänder gebunden. Sie schaute ihn besorgt an, was mit ihren großen Augen einen sehr bedrückten Ausdruck machte. "Mir geht es gut." sagte Dennis verdattert. "Musst du wissen." antwortete das Mädchen schulterzuckend. "Was fällt dir eigentlich ein mich zu entführen!" rief Dennis barsch. Das Mädchen hob die linke Augenbraue und griff nach einer Decke die neben ihr lag und zeigte sie ihm. "Verstehe" sagte Dennis und hielt die Luft an. Auf der Decke war das Kettchen mit dem Anhänger abgebildet.

 © by Anouk (10 Jahre)

mit freundlicher Genehmigung des Autors!

Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!

 

 

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