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11. Zum Orakel
Sie flogen noch eine Weile, bis Dennis sagte: "Ähm, Draco, das ist die falsche Richtung. Wir sind von dort drüben gekommen!" Zu Dennis Verwunderung antwortete er locker: "Das spielt keine Rolle. Es ist vollkommen egal." "Nichts ist egal. Wir kommen nicht mehr zurück!" Meinst du! Aber wie unwissend du doch bist. In Draconis Magia gibt es kein Ziel dass du verfolgen kannst. Es ... es kommt nur darauf an zu wissen wohin man will." Auf diese Worte wusste Dennis keine Antwort, sodass er einfach den Flug genoss. "Wohin fliegen wir?" fragte er nach einiger Zeit schüchtern. "In das Schloss der Chimaira. Die Chimaira weiß alle Rätsel des Universums und kann dir sicher deinen Heimweg sagen." Aber..., aber ich will gar nicht nach Hause. Ich will hier bleiben!" "Dennis, ich bin sicher... "wollte Draco sagen, aber Dennis unterbrach ihn: "Ich, ich bleibe hier. Jawohl, ich bleibe hier." "Dennis," wollte Draco sagen aber da verstummte er. Vor ihnen tauchte ein wunderschönes Schloss auf. Es war eine wahre Augenweide. Es war ein Schloss, ganz aus Kristall gebaut. Eiszapfen aus Kristall hingen vor dem Eingang. Und eine kristallene Statue schmückte das Schloss endgültig. "Woah!" Mehr konnte Dennis zu diesem Anblick nicht sagen. Draco landete auf der weichen Erde. Dennis biss sich auf die Unterlippe und schluckte einmal trocken. Dann schlitterte er‑,die Schuppen herunter. Als er mit beiden Füßen wieder auf der Erde stand, wurde er aufgeregt. Was würde ihn ihm Schloss erwarten? Da entdeckte er am Fuße der Statue ein Messingschild. Er entzifferte es: Fremder, komm du nur herein, doch vergiss nicht, du wirst nie mehr wieder du selber sein! Dennis versuchte diese Worte zu ignorieren aber sie wollten ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. "Ähem, Draco, wer oder was ist die Chimaira eigentlich?" "Das wirst du noch früh genug erfahren," seufzte Draco. Sie gingen hinein. Ein kalter Wind wehte ihnen entgegen. Dennis fröstelte es. Von innen war das Schloss noch viel atemberaubender als von außen. Kristallene Stalaktiten hingen von der Decke, die bis in den Himmel zu ragen schienen. Vom hinteren Ende der Halle, die in der Dunkelheit verschwand, hörten sie eine dröhnende Stimme: "Wer da?" Auf einmal entflammten die Fackeln an den Wänden. Sie strahlten ein wunderbar warmes Licht aus. Dennis fragte sich gerade warum das Eis nicht schmolz als er plötzlich unterbrochen wurde. "Draco! Welch eine Ehre dich hier zu sehen." Ein Greif. Im Geschichtsbuch hatte er so einen schon mal gesehen. Als Abbildung. Aber der... der war ein echter. Er hatte einen Löwenkörper, Flügel und einen Raubvogelkopf. Und er war gemein. Dann sah Dennis noch etwas viel erschreckenderes. Aus der Dunkelheit, mit Speeren und Schwertern bewaffnet, kamen Wesen die alles andere als friedlich aussahen. Löwenmenschen. © by Anouk (10 Jahre) mit freundlicher Genehmigung des Autors! Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!
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