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12. Orakel Fierg folgte Denis Blick. "Oh, nur eine Sicherheitsvorkehrung. Falls die Chimaira keinen Gefallen an jemanden findet. Ist bis jetzt noch nicht vorgekommen," sagte Fierg schnell und setzte ein falsches Lächeln auf. "Klar, sonst hast Du sie ja immer gleich umgebracht, Fierg," rief eine Stimme neben Dennis. Es war Draco. Dennis war darüber, Draco's Stimme so nah neben sich zu hören, so überrascht, dass er einige Schritte zurücktaumelte. Was er sofort bereute. Der Boden gab nach und er stürzte in die Tiefe. Über sich hörte er die lachende Stimme Fiergs:" Wie ich sehe, hast du den Weg zu Ihr ganz allein gefunden." Und dann wieder dieses grauenvolle Lachen, dass Denis so unheimlich bekannt vorkam. Aber im Moment musste er mit anderen Problemen fertig werden. Er rutschte auf einer glitschigen, steinernen Rutsche immer weiter ab. Sie schien kein Ende zu haben. Langsam, ganz langsam jedoch, begann die Rutsche immer weniger Windungen aufzuweisen und sie wurde immer weniger steil, bis sie am Ende fast waagerecht war. Mit einem dumpfen Schlag landete Dennis auf dem mit Mosaiken verzierten Boden. Er hob den Kopf, an dem unter dem Haaransatz eine dicke Beule glänzte und blickte direkt in die schaurigen Augen der Chimaira. Er schnappte vor Schreck nach Luft und machte einen Satz nach hinten. Erst jetzt sah er sie ganz. Sie hatte einen Löwenkörper aus dessen Rücken ein Ziegenkopf wuchs und als Schwanz besaß sie eine Schlange. Und ihre grauenhaften höllenroten Augen waren wie zwei unendlich lange Tunnel. Sie sprach in einem überaus freundlichen Ton zu ihm:" Du brauchst überhaupt keine Angst vor mir zu haben. Höre mir bitte zu, du musst auf dem schnellsten Weg zum Tempel der Unendlichkeit. Dort stehen in der Mitte eines großen Platzes zwei Schalen. Gieße in die eine Wasser und in der anderen entzündest du ein Feuer. Darauf sagst du die magischen Wörter und kannst dann den Feuerdrachen entgegennehmen. Es wird der Zauberer erscheinen und gegen dich kämpfen wollen. Falls du siegen solltest wirst du als Held heimkehren. Solltest du allerdings verlieren, - dann gibt es für keinen von uns eine Möglichkeit zu überleben." An der Wange des Ziegenkopfes floss eine Träne herunter, und der Schlangenschwanz hing Schlaff herunter. Doch sie erholte sich schnell. "Du wirst einen Begleiter an deiner Seite haben, du mutiger und selbstloser Kämpfer!" Denis wollte protestieren, den keineswegs, keineswegs hatte er sich die Situation ausgesucht. Doch die Chimaira unterbrach ihn:" Du wirst einen Partner der gleichzeitig dein Reittier ist. Einen Pegasus." Sie blickte an Denis vorbei zur Wand hinter Denis Rücken, doch da war keine Wand mehr. Ein riesiges Loch klaffte in der Wand und silbriges Licht umgab das Wesen das durch das Loch trat. Ein Pegasus. Es war ein wunderschönes, geflügeltes Pferd. Seine perlweiße Mähne war wie ein silbriger Wasserfall und seine Stimme klang wie ein Echo aus weiter Ferne. Der Pegasus knickte mit den Vorderbeinen ein, damit Dennis aufsteigen konnte. Die Chimaira pfiff scharf und der Pegasus flog mitten durch die Wand. Denis wusste nicht, wo er sich festhalten sollte, denn er bekam die glatte Mähne des Tieres nicht zu fassen. Schließlich schlang er seine Arme einfach um den Hals des geflügelten Pferdes. Während sie flogen, dachte Dennis über die kommenden Aufgaben nach. Der Gedanke daran schnürte ihm den Hals zu. Die Aufgaben klangen so einfach, doch wie machte man aus nichts Wasser? Wie entfachte man ein Feuer? © by Anouk (10 Jahre) mit freundlicher Genehmigung des Autors! Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!
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