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Kapitel 9. Prinzessin Sie wusste es. Das mit dem Kettchen. Und vielleicht sogar die Sache mit dem Zauberer. Im schlimmsten Fall war ihr seine frühere Freundschaft mit Draco bewusst. Sie lächelte nicht. Sie sagte kein einziges Wort. Sie schluckte mehrmals. Diese Stille war schlimmer zu ertragen als wenn sie ihn angeschrieen hätte. Mit einem Kopfnicken holte sie die Wächter. Sie sperrten ihn in eine finstere Zelle. Dennis wehrte sich nicht .Es wäre eh vergeblich gewesen. Die Zelle war mit Stroh ausgepolstert. Dennis legte sich zum schlafen hin. Die Auspolsterung hinderte ihn immer wieder am einschlafen. Wie viele Tage mochte er wohl schon hier sein? Er dachte an seine Eltern, an die Schule und sogar Markus vertrieb er nicht aus seinen Gedanken. Er war in ein Abenteuer gestürzt. Und irgendwie hatte er das dumpfe Gefühl das er die Hauptrolle spielen müsse. Das Schloss quietschte, der Schlüssel wurde umgedreht. Eine Gestalt trat herein. Es war das Mädchen. Sie trug einen dicken Reisemantel und war in unzählige Tücher gewickelt. "Komm schnell, beeil dich. Wir haben nicht viel Zeit. Nun mach schon!" drängte sie ihn. Einige Augenblicke später erkannte Dennis wer der nächtliche Besucher war. Das Mädchen war nicht einfach nur ein Mädchen, da sie eine Art Diadem trug, die darauf schließen ließ dass sie eine Prinzessin oder so etwas ähnliches war. Er folgte ihr hinaus ins Freie. Dort stand ihr Pferd. Zum ersten Mal erkannte Dennis das es kein weißes Pferd war, sondern ein wunderschön leuchtendes Einhorn. Mit großer Mühe kraxelte er am Leib des Tieres hoch, bis er so einigermaßen oben saß. Inzwischen war auch schon das Mädchen oben, so dass sie los reiten konnten. Bis jetzt hatte Dennis ihr protestlos gehorcht, doch langsam wurde ihm etwas mulmig. Zögernd fragte er: "Ähem, äh, wo geht's eigentlich hin?" Das Mädchen antwortete ohne zu zögern: "Zu Draco, wieso?" "Jetzt hör mal gut zu. Ich habe nicht vor ihn noch einmal wieder zu sehen! Damit das klar ist!" schrie Dennis sie an. "Gut. Wie du willst. Lass dich doch noch einmal von den Wachen fangen. Lass dich doch noch einmal einsperren. Mich stört's nicht!" Ähm, so war dass nicht gemeint... "sagte Dennis kleinlaut. Schnell vergaßen sie ihren Streit. Sie waren die ganze Nacht durchgeritten. Nur einmal hatten sie eine kleine Pause gemacht. Für das Einhorn. Nun waren sie vor einer großen Höhle angelangt. Dennis hatte das ungute Gefühl das dass hier die Wohnung seines alten Freundes war. Und er konnte sich auf sein Gefühl verlassen: "Hallo Dennis!" Sagte Draco leise. Er bereute das was passiert war. Das sah man ihm an. "Hey, Draco!" "Wo?" fragte Draco verwirrt. "Oh, entschuldige, aber in meiner Welt sagt man das so." rief Dennis unbedacht. "In deiner Welt?" sagte Draco tonlos. "Juhuh ich hab's gewusst, juhuh ich hab's gewusst!" sang das Mädchen und tanzte um ihre verdatterten Freunde herum als wären sie ein Maibaum. Draco sagte mit seiner ruhigen Stimme: "Dennis ich glaube du bist uns eine Erklärung schuldig!" "Das glaube ich auch... "seufzte Dennis. © by Anouk (10 Jahre) mit freundlicher Genehmigung des Autors! Nachdruck, auch Auszugsweise nur nach Genehmigung durch den Autor!
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